Archiv für Januar 2006

Sieben Tage und sieben Nächte in Irland

{GALERIE} 7tage7naechte1.jpgManchmal braucht es schon besondere Umstände, um einen Trip zustande zu bringen, und es sollte auch dieses Mal nicht anders kommen. Während eines Freestyle-Contests im Engadin wurde in der langen Wartezeit, die solche Contests so an sich haben, mit unserem englischen Freund Oly die Idee eines Irland-Trips geboren.

Die Idee geisterte schon einige Zeit in meinem Gehirn herum, aber dieses Mal schien endlich alles zusammenzupassen. Freunde, die mitwollten, der richtige Zeitpunkt und die richtige Location. Mit dem angeregten Gespräch und der immer attraktiveren Idee war es auch um Pesche Vogt geschehen, der ohne lange Diskussion gleich mit von der Partie war. Und so brauchte „gut Ding“ nicht immer Weile und wir fixierten den Trip mit einem Abflugdatum in zwei Wochen.
In der Zwischenzeit lag noch der Lago di Garda ION Photocontest auf dem Programm, wo wir als ALTSTAR TEAM an den Start gingen. Am Lago dauerte es nicht lange und wir hatten auch noch die „Italo Gang“ mit Fede La Croce vom Trip begeistert. Fede organisierte noch kurzerhand den italienischen Haus- und Hof-Fotografen Fiore, der alles dokumentieren sollte, und fertig waren die Italiener. Inzwischen beinhaltete unsere Reisegruppe sechs Personen: drei Italos, einen Ösi, einen Swissly und einen Brite. Doch damit nicht genug. Oly warb gleich zwei weitere Teilnehmer an; seine Frau Renata und ein weiterer Monty-Python-Engländer schlossen sich uns kurzerhand an. Neuer Zwischenstand war also: drei Italos, ein Ösi, zwei Swissly und mittlerweile zwei Briten.

Unsere Destination Brandon Bay zeigte uns schon in diversen Wettervorhersagen, was wir zu erwarten hatten: Massiver Swell und orkanartiger Wind ließen das Herz gleich schneller schlagen. Wenn er dann auch wirklich kommt – schließlich kennt man ja die Zurechnungsfähigkeit der Wettervorhersagen …

In Irland gelandet mussten wir uns den Weg nach Brandon Bay in Dunkelheit per Karte und Linksverkehr erahnen. Ich muss dazu anmerken, dass die Straßen in Irland absolut irre sind. Da wird eine kurvige, schmale Straße mit 100 km/h beschildert, was dann mit dem voll beladenen Fiat Punto ohne Dachträger und einem Innenraum, aus dem man gerade noch rausschauen kann, richtig spannend werden kann. Ankunft um 3:00 Uhr morgens. Im Haus noch eine Entspannungs-Ziggi, dann schlafen und sehen, was der nächste Tag so bringt. Am nächsten Morgen ein erster Blick aus dem Wohnzimmerfenster, eine der schönsten Aussichten seit langem. Was man allerdings nicht sieht, ist die Lufttemperatur, die zwar erträglich ist, aber ein bisschen Eingewöhnungszeit verlangt.

{GALERIE} 7tage7naechte2.jpgTag 1
Da wir alle doch schon einige Trips auf unserem surferischen Buckel haben, fällt es uns nicht sehr schwer, die richtigen Plätze zu finden. Allerdings muss man einräumen, dass unser Timing nicht immer das beste ist, denn der erste Tag bringt außer kniehohen Wellen und sehr böigem Wind nicht viel, was uns aber nicht von einer netten ersten Session abhält.

Tag 2
Die Briten kommen! Am späten Nachmittag gibt es eine sehr coole Session. Sideoffshorewind und Wellen, die gegen Ende unserer Session immer höher und besser werden. Es regnet zwar in Strömen, was aber der Windsurfer-Qualität nichts anhaben kann. Fotograf Fiore zeigt sich dabei als der härteste von uns allen, da er drei Stunden lang in bitterer Kälte und Nässe den Finger am Abzug hält. Gegen 6:00 Uhr abends wird es langsam dunkel und für uns ist es Zeit, sich einer anderen irischen Tradition zu widmen: dem Nationalgetränk GUINESS. Zusammen mit „fast local“ Olly, der nach zwei Guiness chronisches Nasenbluten bekommt, überleben wir eine anregende Tour durch Brandon Bays Pubs.

Tag 3
Leicht verkatert, aber voller Motivation wagen wir den Blick durch unser Panoramafenster. Wir erstarren im Schock in der Ansicht absoluter Flaute und Swell, der mehr an die eigene Badewanne erinnert. Nach den erfolgreichen Versuchen, den lästigen Kater vom Vorabend wieder loszuwerden, cruisen wir deshalb um die Halbinsel herum, schießen einige Lifestyle-Bilder und filmen die absolut faszinierende Natur. Die ist in Irland so dermaßen schön, dass man ohnehin alle 50 Meter anhält und filmt, Bilder macht oder mit offenem Mund nur so da steht und vergisst, was man eigentlich machen wollte.

Tag 4
Der Wind kehrt zurück, aber leider reicht es nur für eine halbe Stunde Leichtwind-Waveriding am untersten Ende der Bucht von Brandon Bay. Wahrscheinlich hätte es auch für eine Stunde gereicht, aber als Spotneulinge kann es schon mal passieren, dass man am falschen Ende etwas zu lange verweilt. Naja, wem sag ich das … Aber besser so, als gar nicht.
Gegen Abend geht es nach Trallee zum Wetterchecken und natürlich zu einer weiteren Pubtour. Man muss dazusagen, dass eine Pubtour praktischerweise auch gleich das Abendessen beinhaltet, da ein Guiness schon so viele Kalorien hat wie ein typischer österreichischer Schweinebraten mit Knödel und Soße.
Trallee ist die größte Stadt in der Umgebung und es kann an manchen Tagen sogar passieren, dass sich mehr als zehn Menschen in den Pubs aufhalten. Das soll natürlich nicht heißen, dass sonst niemand in die berühmt berüchtigten Pubs geht, sondern nur, dass es anscheinend deutlich mehr Pubs als Einwohner pro Quadratkilometer gibt.

Tag 5
Es wird stürmisch! Der erste Blick aus dem mittlerweile schon berühmt gewordenen Panoramafenster ist nicht wirklich notwendig, da der Sturm nicht zu überhören ist. Wir haben Wind und das nicht zu knapp! Der nähere Anblick der Spots ist dann etwas frustrierend. Es rollen masthohe Lines in die Bucht, die von 60 oder mehr Knoten Wind total zerpflügt werden. Nun geht das große Warten los. Alle acht von uns hängen mehr oder weniger den ganzen Tag am Wohnzimmerfenster und beobachten das Naturschauspiel in der Hoffnung, dass es doch noch windsurfbare Bedingungen werden.
Am frühen Nachmittag wird es mir zu langweilig und ich beschließe, einen Versuch zu starten. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Warmer Anzug und 4.0er Segel – etwas Kleineres habe ich gar nicht mit – sind schnell hergerichtet und es geht los. Den ersten Schlag mache ich noch voll motiviert weit über den Break hinaus. Dort angekommen bin ich allerdings sehr happy, dass ich mich noch irgendwie zurück Richtung Strand retten kann. Draußen pustet ohne Übertreibung der stärkste Wind, den ich je erlebt habe und ich danke nochmals allen guten Geistern, dass ich wieder zurückgekommen bin. Nach diesem intensiven Erlebnis spiele ich noch ein bisschen an der Inside zwischen den Böen herum. Kollege Franz probiert es auch noch kurz, muss aber ebenfalls feststellen, dass auch Windsurfen seine Limits hat.
Leider hatten wir in unserer kleinen Reisegruppe keine Speedfreaks dabei, denn die hätten auf der ablandigen Seite sicherlich einige Rekorde gebrochen.

Tag 6
Irischer Regen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Tag 7
Unsere Italogang reist ab. Mit dabei leider auch unser Fotograf Fiore, dem wir alle nochmals danken wollen, dass er dabei war und sich für gute Action-Shots bei Kälte und Regen verausgabt hat. Mit der Abreise endet auch unser kleiner Reisebericht einer coolen Woche, die in allen Belangen äußerst abwechslungsreich war.

Wir, Pesche, Oly, Andy, Renata und ich, hatten noch eine Woche vor uns, die uns noch richtig schöne, klassische Brandon-Bay-Conditions brachte.

Ab in die TonneNicht so gutGeht noch besserGanz gutEcht gut!Hammer!!!! (5 Stimmen, durchschnittlich: 5,4 von 6)

Mauritius

{GALERIE} mauritius1.jpg„Zuerst wurde Mauritius geschaffen, dann das Paradies. Aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius.“

Die oft zitierte Lobeshymne des Schriftstellers Mark Twain, den auch der Club Mistral in seinem Katalog als Aufhänger nutzt, war vielversprechend. Mauritius, eine kleine, grüne Insel inmitten des Indischen Ozeans, etwa 800 Kilometer von Madagaskar entfernt, sollte diesen Sommer für zehn Tage unser Arbeitsplatz werden.

Wir, das waren ein paar Glückliche des Teams Hifly (Andy Pusch, Florian Jung, Heidi Wunram), Thorsten Indra als Fotograf und natürlich unser Teamchef Marc Behrens. Er war es, der nach Durchforsten aller meteorologischen Daten Mauritius als Destination für unsere Mission gewählt hatte. Und die Mission hieß: Ablichten aller neuen Hifly Boards für den Katalog 2006.

Nach unseren Informationen war seine Spot-Wahl perfekt. Von Juni bis August versprechen die Windstatistiken 85 Prozent Gleitwind über vier Beaufort, die mittlere Wasser- und Lufttemperatur liegt bei 25 °C und die Sonne scheint ohne Unterlass. Obwohl die Vokabel „Scheinen“ kaum auszudrücken vermag, was die Sonne in Mauritius wirklich tut: Sie strahlt, sie leuchtet, sie lässt die grüne, üppige Natur der Insel in ungekannten Farben schimmern. Die Fotos der Reisekataloge versprachen uns türkisfarben schillerndes Wasser, einen tiefblauen Himmel und einen fast smaragdgrünen Regenwald, der die Hügel der Insel bedeckt. Die perfekte Kulisse also für einen Foto-Shoot, aber natürlich auch für einen unvergesslichen Windsurf- und Kite-Trip. Dass es sich für uns nicht um einen Urlaubstrip, sondern um einen Arbeitsurlaub handeln sollte, wurde uns allerdings schon beim Check-in in Frankfurt in Erinnerung gerufen. Über 500 Kilogramm Material wollten verladen werden und wir hatten fast ein schlechtes Gewissen, als der Pilot im Flieger die Durchsage machte: „Ladies and Gentlemen, wir entschuldigen uns für die Verspätung, die durch das Verladen von Surfmaterial entstanden ist, und begrüßen das Team Hifly an Bord.“

Nach zwölf Stunden Nachtflug landeten wir am International Airport von Mauritius mit dem leicht zu merkenden Namen „Plaisance-Sir Seewoosagur Ramgoolam“. Die warme, feuchte Luft roch nach Zuckerrohr und ein leichter Wind ließ die Palmen im Wind schaukeln. Zum Glück war Benoît, der Importeur von Hifly auf Mauritius, mit ein paar seiner Leute zur Stelle und half uns beim Transport des Materials. Wir hieften alles auf einen kleinen LKW und los ging es Richtung Spot. Benoît wählte alle möglichen kleinen Sträßchen, um uns schon auf dem Hinweg einen kleinen Eindruck von der Schönheit der Insel zu vermitteln. Und ganz nebenbei gab er uns auch noch eine kleine Zusammenfassung von der Geschichte Mauritius’, von Politik, Wirtschaft und Kultur. Benoît war eine bessere Informationsquelle als jedes Buch, was wir vor unserer Reise hätten lesen können. Er selber sei Nachkomme von belgischen Siedlern, die schon zur Zeit der Galionsschiffe auf die Insel gekommen waren, erzählte er uns. Und wie so viele waren auch seine Vorfahren von der Schönheit dieses kleinen Stück Landes so fasziniert, dass sie geblieben waren.

Mauritius, das zur Zeit der ersten Besiedlung durch die Holländer unbewohnt gewesen sein soll, ist im Laufe der Zeit zu einem kleinen, kulturellen Melting-Pot geworden. Denn den Holländern folgten die Franzosen, die wiederum 1810 von den Engländern abgelöst wurden, und erst 1968 wurde das kleine Land in die Unabhängigkeit entlassen. Den größten kulturellen Einfluss übten aber nicht die europäischen Siedler, sondern die von ihnen auf die Insel gebrachten Arbeiter aus: Inder, Chinesen und Afrikaner, die vor und nach Abschaffung der Sklaverei mehr oder weniger freiwillig auf die Insel gekommen waren, um auf den Zuckerrohrplantagen zu schuften oder um Geschäfte zu machen. 68 Prozent der Bevölkerung sind indischer Herkunft (davon 51 Prozent Hindus und 17 Prozent Muslime), gefolgt von den Kreolen (27 Prozent), Chinesen (3 Prozent) und Europäern (2 Prozent). Diese ethnische Vielfalt spiegelt sich sowohl in den oft wunderschönen Gesichtern der Einwohner wieder, als auch in den verschiedenen Sprachen und sogar in der Vielfalt der Gebäude. Moscheen stehen neben Hindu-Tempeln und Kirchen; die Leute auf der Straße sprechen kreolisch, französisch und sogar indisch und chinesisch. Niemand würde glauben, dass Englisch die Amtssprache ist.

Benoît erklärt uns auch, dass der bunte Straßenschmuck zur aktuellen Wahlkampagne gehört, dass die Häuser alle nur halb fertig gebaut sind, um Steuern zu sparen, dass viele Mauritier wegen steigender Lebenskosten und Verfall der Zuckerrohrpreise ins Ausland abwandern … Wie gesagt, nach anderthalb Stunden Fahrt, waren wir um einiges schlauer und kamen endlich am Spot an!

{GALERIE} mauritius3.jpgDer „Hauptspot“ der Insel (es gibt genau genommen auch nur diesen) liegt zu Füßen des Berges „Le Morne Brabat“ im Südwesten der Insel. Der westliche Teil des Strandes ist öffentlich, es folgt der Club Mistral und der Strand des Indian Resort Hotels, einer bescheidenen Viereinhalb-Sterne-Anlage, die unser Teamchef durch geschickte Verhandlungen dazu bewegt hatte, uns fast kostenfrei zu beherbergen. Wir bezogen schnell unsere Suiten, machten das Material fertig und schauten kurz beim Club Mistral vorbei, um uns über die aktuellen Bedingungen von Strömung, Gezeiten und Swell zu informieren.
Einige Surfer waren im türkis schillernden Wasser der Lagune unterwegs, die rundherum von Korallenriffen umschlossen ist. Wir versuchten auszumachen, wo denn die mystische Welle „One Eye“ bricht, die ihren Namen übrigens wegen einer Höhle im Berg „Le Morne Brabant“ trägt und vom Wasser aus wie ein Auge aussieht. Die schnelle, supercleane Welle, die auf ein kaum von Wasser bedecktes Korallenriff bricht, ist auf jeden Fall den Locals und Experten vorbehalten. Ich zählte mich weder zu den einen noch zu den anderen und war ganz froh, dass auch Andy und Flo mit Respekt von der Welle sprachen.

{GALERIE} mauritius4.jpgAber der Wettergott wollte an diesem ersten Tag sowieso nicht, dass wir „One Eye“ surften. Der Swell kam aus S-SW statt S-SO, sodass die Channels, durch die man aus der Lagune kommt, zu waren. Wir beschränkten uns also auf eine Freestyle-Session in der Lagune. Flo und Andy zeigten ihr ganzes Repertoire: Chachos, Flacas, Grubbies, Spock 540 one-handed und andere Moves, die ich nicht so wirklich verstand – ich merkte, dass es noch viel zu lernen gab. Auf jeden Fall war es nicht unangenehm, den Spot erstmal langsam kennen zu lernen, da die Bedingungen doch nicht so ganz easy sind. Das Wasser in der Lagune ist an einigen Stellen bei Ebbe so flach, dass man kaum fahren kann, und vor allem die Strömungen in der Nähe der Channel sind unangenehm. Die Leute vom Club Mistral raten deshalb jedem Neuankömmling, sich täglich am Club über die Bedingungen zu informieren.

Abends nach der ersten Session und müde von der langen Reise schafften wir es gerade noch, das Buffet zu plündern und fielen erschöpft in unsere Betten. Der nächste Tag begann genauso paradiesisch wie der erste: „Welcome to the paradise of the Island Mauritius.“ Ich fühlte mich wie in einer Werbekampagne für ein besseres Leben. Leider kam der Swell immer noch aus der falschen Richtung und brach close-out auf das Riff, sodass wir wieder nicht in die Wellen konnten. Freeride stand auf dem Programm und obwohl wir alle uns eher beim Freestyle und in der Welle wohlfühlen, hatte das Freeriden in dieser unglaublichen Szenerie fast etwas Meditatives. Wenn dann noch ein Rochen unter eurem Brett durchgleitet oder ihr das Glück habt, Delfine zu sehen, kann das fast eine Wave-Session ersetzen.
Diesen Abend waren wir etwas fitter. Nachdem Flo seine zehn Gänge am Buffet geschafft hatte, gab es an der Hotelbar brasilianischen Samba und mauritische Tänzerinnen. Ich weiß nicht, was das größere Spektakel war: die Show oder Flo und Andy bei einer Art Bauchtanz …

{GALERIE} mauritius5.jpgAm folgenden Tag hatte der Swell endlich auf die richtige Richtung gedreht und wir konnten in die Welle. Für „One Eye“ war die Ebbe zu tief, deswegen entschieden wir uns für Manawa, das etwa zwei Kilometer draußen gelegene Riff. Der Swell war nicht sehr hoch und der Wind leider sehr schwach, doch für eine Wellenabreit-Session langte es. Die Sets kamen in sauberen Serien reingelaufen und wir waren ganz alleine auf der Welle. Leider wurde der Wind immer schwächer, sodass wir zusehen mussten, wieder gegen die Strömung an den Strand zu kommen. Ich war wirklich froh, dass man mir erst später von dem Meeresgraben hinter dem Manawa-Reef erzählte, der wohl die Wahlheimat einer ganzen Auswahl an Hai-Familien sein soll.

In den nächsten Tagen erwischten wir noch einmal einen besseren Tag in Manawa, mit medium Swell und 4.7er Segeln. Auch diesmal langte der Wind nicht für eine Jump-Session, dafür aber für gute Wellenritte, Aerials, Goiter und Co. Es war natürlich schade, dass wir keinen „richtigen“ Wave-Tag zum Jumpen erwischten, aber Wellenabreiten in den Wellen von Mauritius ist auch grandios. Und das auch ohne Segel: Mit zwei mauritischen Locals, Arnaud und Roger, gingen wir an ein paar Tagen vor dem Windsurfen wellenreiten. Die beiden Brüder haben eine Wellenreitschule in Tamarin und gehören zu den besten Ridern der Insel. Sie zeigten uns auf den Wellen von „One-Eye“, dass die neuen PP Wellenreiter von Hifly richtig radikal sein können. Meistens machten wir jedoch Freeride und Freestyle.

Da wir fast ständig auf dem Wasser waren, blieb leider auch wenig Zeit zum Sightseeing. Eine Schande bei einer so tollen Insel, aber wir waren ja zum Arbeiten da und nicht zum Urlaubmachen.

{GALERIE} mauritius2.jpgWenigstens an einem Tag liehen wir für ein paar Stunden ein Auto und schauten uns die Orte an, die uns Felix und Jean-Marc vom Club Mistral als „must haves“ genannt hatten. Wir besuchten die Cascade Chamarel, die Gorges de la Rivière Noire und Grand Bassin, den heiligen See. Eine ganze Reihe hinduistischer Tempel ziert hier das Ufer und im Wasser finden sich überall Opfergaben: Essen, Räucherstäbchen, Bilder und Statuen, und zwar alle zerbrochen, so wie es anscheinend der Brauch will.

Letzten Endes gingen die Tage, auch wenn sie oft sehr anstrengend waren, wie im Flug vorbei. Auch wenn man es vielleicht nicht glauben mag, ein Foto-Shoot hat nichts mit freiem Fahren zu tun und ist wirkliche Arbeit! Und trotzdem waren wir wohl alle etwas traurig, als wir das kleine Paradies wieder verlassen mussten und unser Flugzeug vom Airport Richtung Deutschland startete.

Praktische Tipps :
Beste Windzeit : März bis Dezember mit einem Peak von Juni bis September
Beste Swellzeit: März bis Dezember
Durchschnittstemperatur : 25 °C Luft und Wasser. Etwas kühler von April bis Oktober und etwas wärmer in den anderen Monaten.

Spots :
Le Morne ist „The Spot“, im Südwesten der Insel gelegen; der Wind kommt O-SO (sideshore von links) und man fährt zunächst in einer ziemlich flachen Lagune. Nach etwa 600 Metern beginnt das Riff, das die Lagune fast rundherum einschließt. Am inneren Riff brechen kleine bis moderate Wellen, zwei Kilometer weiter draußen, am Manawa-Riff, wird es dann größer. Hier sollte man besser nicht alleine hinfahren. Auf der Westseite des Spots bricht die bekannteste Welle der Insel: „One Eye“. For experts only! Die Leute vom Club Mistral vor Ort empfehlen jedem Neuankömmling, sich erst einmal beim Club über die Conditions zu informieren. Sie kennen den Spot in- und auswendig und werden euch alle wichtigen Tipps geben. Die Bedingungen und Strömungen werden leicht unterschätzt und der Club hat das einzige Rettungsboot, also stellt euch gut mit ihnen. In der Lagune ist es eigentlich ungefährlich. Allerdings bleibt bei Ebbe oft wenig Wasser zwischen Finne und einigen Riff-Blöcken, die durch Bojen markiert sind. Für empfindliche Füße empfehlen sich Surfschuhe. Abgesehen davon langt ein Shorty (April bis Oktober) oder sogar die Boardshorts im Gepäck. Und dann sagte man uns noch, dass sonntags die Locals gerne alleine in ihren Wellen sind …Östlich neben d

em Indian Resort schließt sich der Anfänger-Kitespot an: eine kleine Lagune, in der das Wasser extrem flach ist. Die besseren Kiter fahren in der Lagune vor dem Club.Die folgenden Spo

ts werden der Vollständigkeit halber genannt und sind nur für Entdecker-Naturen interessant, die länger auf Mauritius bleiben; der Wind ist überall schwächer und eigentlich fährt niemand an diesen Spots. Also, bitte nicht alleine!
- Palmar: Freeride-Spot im Osten der Insel.

- Ile aux Cerfs: große Lagune, schön zum Lightwind-Kiten und Freeriden
- Souillac: funktioniert bei Ostwind. Riffwelle, viel Strömung und kein Rettungsboot!
- Tamarin: Wellenreitspot mit Schule; funktioniert bei N-NO auch mit dem Schirm oder zum Freeriden, mit Maxi 20 Knoten. Der Beach La Preneuse etwas weiter südlich ist ein guter Startpunkt für eine Downwind-Session bis nach Le Morne.

Wohnen:
- Indian Resort: Viereinhalb-Sterne-Hotel direkt am Beach. Sehr schön, viel Komfort. Das Budget ist vielleicht nicht für jeden etwas, obwohl das Resort sein Geld wert ist: vier Restaurants (französisch, indisch, italienisch, Buffet), Thalasso-Therapie, Pool, Fitness-Center, Tennisplätze etc. Infos beim Club Mistral.
- Pik Pik 1+2 : etwas günstigere Appartementanlage, etwa drei Kilometer vom Spot entfernt. Auch hier Garten, Schwimmbad, Tennisplätze, Grillmöglichkeiten etc. Möglichkeit, Fahrräder zu leihen, um ohne Mietwagen an den Beach zu kommen. Infos beim Club Mistral.
- Ropsen Appartements und Villas : Appartements ab 15 Euro die Nacht. Tel.: +230 255 55 46.

Ausgehen:
Restaurants: Es gibt eine große Auswahl für alle Budgets und Geschmäcker, allerdings nicht direkt am Spot, sondern Richtung Flic en Flac. Im Club Anna kann man für 25 Euro gediegen dinieren, andererseits findet man auch kleine, lokale Restaurants, wo man für drei Euro satt wird. Die Insel ist insgesamt nicht wirklich billig, aber wenn man bedenkt, dass das mittlere Einkommen bei 180 Euro liegt, ist klar, dass man auch wirklich günstig über die Runden kommen kann.
Bars/ Discos: Zum Ausgehen muss man nach Flic en Flac (ca. 20 Minuten von Le Morne entfernt). Richtig viel gibt es auch hier nicht, ganz brauchbar sind die Buddha Bar mit elektronischer Musik, der ziemlich touristische Club „Arena“ oder auch der Club „Summer Beach“. Hier seid ihr meist die einzigen Nicht-Locals; die Musik ist typisch kreolisch.

Ab in die TonneNicht so gutGeht noch besserGanz gutEcht gut!Hammer!!!! (3 Stimmen, durchschnittlich: 5,33 von 6)

He did it again

{GALERIE} slater1.jpgZum siebten Mal und genau sieben Jahre nach seinem letzten WM-Sieg hat sich Kelly Slater den Titel des „ASP Men’s World Champion“ gesichert. Dreizehn Jahre nachdem er sich als jüngster Teilnehmer der ASP World Tour den Titel zum ersten Mal in Brasilien holte, ist er nun mit seinen 33 Jahren auch noch der älteste Surfer, dem die Ehre des Titels zuteil wird.

Damit zeigt Slater nicht nur, wer der wahre König des Surfens ist, sondern streitet dem bisher unangefochtenen WCT-Champ Tom Curren, der bisher insgesamt 33 World-Tour-Siege holen konnte, den Titel ab. Nach dieser Saison fehlen Slater nur noch zwei weitere Siege, bis sich auch Curren dem, so scheint es, „Hell Raiser“ geschlagen geben muss …
Doch das Jahr 2005 sah für Kellys Projekt, sich den Titel zurückzuholen, nicht einfach aus. Andy Irons setzte nach seinem sensationellen Saisonsieg 2004 auch 2005 wieder alles daran, die Teilnehmer der ASP World Tour seine Autorität spüren zu lassen und sich zum dritten Mal in seiner Karriere zum Weltmeister krönen zu lassen. Und auch Joel Parkinson, der mittlerweile hinter Irons auf Platz 2 der Weltelite aufgestiegen war, Mick Fanning, der sich nach einem Jahr Verletzungspause wieder in den Surfzirkus zurückbegeben hatte, die zielstrebigen Hobgood-Brüder und das australische Wunderkind Taj Burrow versprachen „harte Nüsse“ zu sein, die es zu knacken galt. 2004 hatte Kelly zwar schon flüchtig erkennen lassen, welches Potential noch in ihm steckte, doch dass er es aus unerklärlichen Gründen nie über das Viertelfinale hinwegschaffte, erzeugte Kopfschütteln in der Szene. Egal.
2005 wurde die Foster’s Men’s World Tour mit einem Funken sprühenden Sieg von Mick Fannings in Snappers (Australien) eröffnet. Trent Munro sicherte sich den nächsten Sieg bei Bells, wahrend Kelly eine frühe Niederlage gegen den Rookie Bede Durbridge einstecken musste. Das gab schlechte Stimmung bei dem Amerikaner. Vielleicht war dies aber auch die Initialzündung, die Kelly dann zum „Moment of truth“ brachte. Wie ein Blitz brach er aus einer Wolke der Enttäuschung und zeigte allen, dass mit Kelly Slater wahrhaft nicht zu scherzen ist. Kelly war angenervt und verwandelte seine innere Wut kurzerhand in selten gezeigte Performance. Er war wieder da! Dieses Comeback zeigte sich vor allem in einer „Mission Impossible“- Runde 16 in Chopes (Tahiti) gegen einen fast perfekten Bruce Irons. Doch Kelly setzte mit einem 20 von 20 Punkten Heat im Finale der gesamten Tour die Krone auf. Von da an konnte ihn niemand mehr stoppen und sowohl auf Fidschi als auch in Jeffreys-Bay in Südafrika holte er sich zwei weitere Tour-Siege. In Japan konnte ihn nur der langsam nervös gewordene Andy Irons stoppen, der selbstverständlich nicht vorhatte, den Weltmeistertitel sang- und klanglos an Kelly abzugeben, und daher wie ein Löwe kämpfte und sogar in Japan gewann. Kelly wurde Zweiter und drauf und dran, Geschichte zu schreiben. Doch Widersacher Andy Irons lies sich nicht erweichen. Dass Irons Slater sowohl in Japan als auch in Hossegor auf die billigen Plätze verwies, stachelte den Hawaiianer an, sich einmal mehr auf den Gesamtsieg zu konzentrieren. Die Presse tobte unterdessen. Wen sollte man auf dieser „Dream Tour“ zum Favoriten machen, wem die Daumen drücken? Im normalen Fall würde man dem Schwächeren den Rücken stärken – aber wer war der Schwächere? Insgesamt besaßen beide Surfer zusammen neun Weltmeistertitel.

{GALERIE} slater2.jpgVon Schwäche kann hier bei beiden nicht die Rede sein. Also wartete man gespannt auf Brasilien und rechnete und rechnete … Denn wenn eine der folgenden Situationen eintreten würde, hätte Slater auch den siebten WM-Titel bereits in Brasilien in der Tasche: Würde Irons Fünfter werden, müsste Slater nur besser als 33. werden und der Titel wäre seiner. Würde Irons Dritter werden, müsste Slater Fünfter werden oder besser platziert sein. Käme Irons auf den zweiten Platz, müsste Slater Dritter oder besser werden. Kämen beide ins Finale, müsste Irons gewinnen, um seine Titelhoffnungen für Hawaii am Leben zu halten. Würde er verlieren – hätte Slater seinen siebten Titel in der Tasche.
Auch Kelly war sich der Tatsache wohl bewusst, dass er mit Andy Irons einen durch und durch würdigen Gegner vor sich hatte. Tief beeindruckt von Andys Comeback-Siegen in Japan und Hossegor, gab er offen zu, dass Andy noch durchaus in der Lage wäre, ihm den Titel trotz seiner vier Tourstopp-Siege streitig zu machen. Sprach’s – und musste tatsächlich um den Titel bangen.
Bereits in den frühen Runden hatten sich die brasilianischen Locals im Beachbreak-Swell hervorgetan. Insgesamt 14 Brasilianer hatten sich für diesen Tourstopp angemeldet und machten sowohl Irons als auch Slater das Leben schwer. Beide wussten, wie gefährlich ihnen die Rookies werden könnten. „Sie haben keinen Druck und daher auch nichts zu verlieren. Das darf man nicht vergessen“, sagte Slater gegenüber der Presse. „Ich will diesen Stopp unbedingt gewinnen, ganz egal, was Andy macht. Da kann ich es mir definitiv nicht leisten, von einem der Goofy-Footer aus dem Rennen geknocked zu werden.“
Kelly konnte den Stopp in Brasilien nicht gewinnen, doch zumindest hatte auch sein Widersacher Andy Probleme mit den Bedingungen und war unzufrieden mit seiner Materialwahl, weshalb er nicht über das Viertelfinale kam. Das Rechnen hatte sich also gelohnt und bereits in Brasilien stand fest: Slater lag mit insgesamt 7896 Punkten vor Iron mit 7260 Punkten und sicherte sich so den Weltmeistertitel zum siebten Mal in seiner Karriere!

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Kid Rock

Die Zeiten, in denen die Kleinen mit einem Mickey-Maus-Rigg über den Gartenteich hinter Papis Garage dümpelten, scheinen mittlerweile endgültig vorbei zu sein. Die Kids von heute geben Vollgas. Mit Hightech-Equipment und Custom-made-Boards mischen sich die Kleinen sogar schon bei den Contests unter die Großen.

Bei den diesjährigen Aloha Classics Anfang November haben eine ganze Hand voll Kids mal wieder gezeigt, wer die wirklichen Stars am Strand sind. Von Angst keine Spur. Bei Mast hohen Wellen fängt der Spaß in Hookipa doch erst an. In diesem Jahr war der jüngste Teilnehmer am Hookipa Beach Park auf Maui gerade mal neun Jahre alt. In ihren Manövern stehen die Jungstars ihren großen Vorbildern in nichts nach. „Ich schaue am liebsten Robby Naish oder Laird Hamilton zu“, sagt der 13-jährige Kai Lenny, „da kann ich mir am meisten abschauen!“ Also springen selbst die Kleinen im dicken Swell bereits Backloops, Frontloops oder Pushloops. „Aerials? Mittlerweile kein Problem“, lacht der 10-jährige Jake Golm. Man bedenke: Erst im letzten Jahr hat er seinen Wasserstart gelernt!
Das Lernpotential bei diesen Kids ist einfach sensationell. Sobald sie auch nur etwas Gefühl für die Welle haben und heiß aufs Windsurfen sind, steht ihnen die Welt offen und sie lernen ungefähr zehnmal so schnell wie ein Erwachsener. Kinder haben oftmals auch weniger Angst und wägen die „Was-wäre-wenn-Frage“ erst gar nicht ab. Auch das hilft natürlich, die Entwicklung zu maximieren.
Die meisten dieser Jungtalente wohnen außerdem an den Traumspots dieser Erde und ihre Eltern sind selbst hoch begabte Windsurfer. Da ist die rasante Entwicklung der Jungs kein Wunder. Wenn bereits die Eltern jede freie Minute zum Surfen fahren, werden selbstverständlich auch die Kids schnell infiziert. Es sind dennoch beachtliche Leistungen, die Kai, Connor, Jake, Juban und Co. in diesem Jahr auf Hawaii gezeigt haben. Man darf sich definitiv in den nächsten zehn Jahren auf einige neue Windsurfstars freuen.

{GALERIE} kidrock4.jpgKai Lenny
Der am 8. Oktober 1992 geborene Kai Lenny wohnt und surft auf Maui (Hawaii) und ist eines der vielversprechendsten Windsurf-Jungtalente in den USA. Alles, was er kann, hat er von seinem Vater gelernt, der ihn, seitdem er sechs Jahre alt ist, immer mit aufs Wasser genommen hat. Mittlerweile ist Kai ein echter Wettkampf-Crack. Dieses Jahr konnte er die Aloha Classics auf Hawaii gewinnen und stach dort sogar seinen besten Buddy Connor Baxter aus. Kai surft am liebsten in Hookipa mit seinem 6’6 Custom-made-Board von Naish. Seine großen Vorbilder sind natürlich Laird Hamiliton und Robby Naish, denen er auch am liebsten beim Surfen zuschaut. Über die Frage, ob die großen Wellen in Hookipa einen so leichten Körper überhaupt unter Wasser drücken würden und was er in solch einer Situation tun würde, kann Kai nur müde lachen: „Klar werde ich unter Wasser gedrückt. Aber ich bleibe ruhig und rolle mich unter Wasser zusammen, damit mich mein Material nicht verletzt. Wenn die Welle weg ist, schwimme ich zurück zu meinem Material und fahr wieder los!“ Große Wellen sind nun mal Kais Element. Zu Hause lässt er sich am liebsten von seiner Mutter mexikanisches Essen vorsetzen. Das macht stark. Wenn neben der Schule und den täglichen Windsurfsessions noch Zeit ist, geht Kai mit seinem kleinen Bruder Ridge Wellenreiten oder Bodyboarden. Seine klangvollen Lebensmottos wie „Just don’t fall“ (bloß nicht stürzen), „Speed is your friend“ (Geschwindigkeit ist dein Freund), „Rip, tear, lacerate and shred“ (aufschlitzen, zerreißen, zerfetzen und zerschreddern) versprechen auf jeden Fall noch aufregende Action aus dem Hause Lenny.

{GALERIE} kidrock1.jpgConnor Baxter
Connor ist bereits ein alter Hase im Windsurf-Wave-Zirkus und an seinen Lieblingsspots in Maui (Hookipa, Molokai, Boracay) bekannt wie ein bunter Hund. Das könnte daran liegen, dass der 11-Jährige mit seinem Waveboard so ziemlich alle Manöver durchzieht, die die „großen Jungs“ auch machen. Zumindest fast. „Ich brauch noch ein bisschen mehr Übung, aber ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg“, sagt Baxter zuversichtlich. „Das Üben nervt zwar manchmal, aber wenn ich mir vorstelle, ich müsste statt des Windsurfens Klavier üben, bin ich schon ganz froh, dass ich es so gut getroffen habe.“ Baxter, der im zarten Alter von fünf Jahren bereits von seinem Dad in den Wassersport eingeführt wurde, kommt aus einer Wassersportfamilie. Auch seine Schwester ist begeisterte Windsurferin und da er mit seiner Familie auf Hawaii lebt, ist das auch kein Wunder. Mittlerweile wird Connor unter anderem von North Sails und von Starboard gesponsert. Wenn der Sechstklässler nicht beim Windsurfen oder in der Schule ist, dann skimboarded, wakeboarded oder surft er. Auch vom Tow-in-Surfen ist Baxter mittlerweile infiziert. Das bedeutet aber nicht, dass er grundsätzlich nur Wassersport macht. „Ich liebe es, mit Paint-Ball-Gewehren herumzuballen – am liebsten auf meinen Vater!“ Zum Glück, da scheint der Wunderknabe ja doch ein ganz normaler Junge zu sein!

{GALERIE} kidrock3.jpgJake Golm
Jake hat im letzten Jahr enorme Fortschritte gemacht. 2004 übte er mit seinen neun Jahren noch Wasserstarts, mit zehn Jahren macht er schon einen Backloop nach dem nächsten. Wenn Jake nicht gerade auf dem Wasser ist, spielt er mit seinen Jungs Basketball. Für sein Alter ist er ziemlich groß und kräftig, was ihm sowohl auf dem Wasser als auch auf dem Basketballcourt große Vorteile gegenüber seinen Kumpels einräumt. Als fast jüngstes Team-Mitglied von Hot Sails Maui ist Jake spätestens seit den Aloha Classics auf Hawaii, wo er den zweiten Platz belegen konnte, ein vielversprechendes Windsurfkid.

{GALERIE} kidrock2.jpgJuban Camille
Juban Camille ist am 30. Juni 1990 geboren und drückt in Guadeloupe die Schulbank, zumindest an den Vormittagen. Am Nachmittag findet man den 15-Jährigen am Strand. Dort übt er keine Vokabeln, sondern Backloops, Pushloops, Aerials und natürlich das saubere Wellenabreiten. Angefangen hat Juban mit dem Windsurfen auf der Lagune St. François in der Guadeloupe. Und immer noch ist sein Lieblingsspot die Insel „la Désirade“, die etwa 30 Minuten mit dem Schiff von der Guadeloupe entfernt ist. Aber dafür muss entweder Mama oder Papa mitkommen. Sein größter Traum ist es deswegen, die Schule so schnell wie möglich abzuschließen und einen Trip nach Hawaii zu machen. Alleine.
Auch wenn Juban mal keinen Bock zum Windsurfen hat, findet man ihn trotzdem auf dem Wasser, denn dann ist er mit Sicherheit Schnorcheln oder steht auf einem Wellenreiter. Der Jungstar aus Guadeloupe fährt im Team von Gun Sails.

Ab in die TonneNicht so gutGeht noch besserGanz gutEcht gut!Hammer!!!! (bisher keine Bewertungen)