Philip Köster fliegt als Zweiter nur knapp am Sieg vorbei

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Dreimaligem Windsurf-Weltmeister fehlt beim World-Cup-Auftakt in Pozo ein Wimpernschlag zum Sieg / Deutsches Team überzeugt bei Damen und Herren mit Top-Ten-Platzierungen

Philip Köster ist beim ersten PWA Waveriding World Cup der Saison in seiner Wahlheimat Gran Canaria nur knapp am Sieg vorbei gesprungen. Der dreimalige Windsurf-Weltmeister verlor am Freitag in der Hinrunde das hochklassige Finale gegen Victor Fernandez Lopez nur hauchdünn. Am Ende des mitreißenden Endlaufs hatte Köster nur einen Viertel-Punkt weniger auf seinem Score-Board als der Spanier. Da der Wind danach abflaute und sich keine Wellen mehr aufbauten, konnte die Rückrunde nicht beendet werden. Damit hatte der 22-Jährige keine Möglichkeit, sich doch noch den Gesamtsieg zu sichern.

Der zweite Platz ist dennoch ein großer Erfolg, denn Philip Köster verletzte sich beim Aufwärmen und musste eine Stunde lang am Rücken behandelt werden. „Ich hatte nach ein paar Sprüngen plötzlich starke Rückenschmerzen und hatte Probleme beim Atmen. Dank der tollen Behandlung durch das Physio-Team vor Ort konnte ich überhaupt weiter machen. Der zweite Platz ist für mich unter diesen Umständen ein guter Einstand, ich will jetzt den nächsten World Cup gewinnen“, erklärte der aktuelle Waveriding-Weltmeister, hinter dem der Australier Jaeger Stone den dritten Rang belegte. Vom 30. September bis zum 9. Oktober findet mit dem Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt der einzige Stopp der PWA World Tour in Deutschland statt.

Mit fünf Wellenreitern unter den Top Ten feierte das deutsche Team bei den Herren einen starken Einstand in die World Cup Saison. Der auf Teneriffa lebende Daniel Bruch wurde Fünfter, Leon Jamaer aus Kiel, der Hamburger Florian Jung und Alessio Stillrich, der wie Köster auf Gran Canaria wohnt, teilten sich den neunten Platz. Auch die Damen präsentierten sich in sehr guter Form. Die Kielerin Steffi Wahl und Lina Erpenstein aus Aschaffenburg wurden gemeinsam Fünfte. „Ich bin total glücklich, der fünfte Platz ist mein bisher bestes World Cup Resultat“, freute sich die erst 19-Jährige Lina Erpenstein. Die spanische Seriensiegerin Daida Moreno gewann die Damenkonkurrenz vor Sarah-Quita Offringa aus Aruba und ihrer Zwillingsschwester Iballa.