Premiere der PWA Worldtour in Hvide Sande

Vincent Langer zeigt sich formstark in Hvide Sande. (Carter/PWA World Tour)

Vincent Langer zeigt sich formstark in Hvide Sande. (Carter/PWA Worldtour)

Der erste Event der PWA Worldtour in Hvide Sande ging am Freitag zu Ende. Abschließend gab es einen neuen Weltranglistenersten der Herren, eine neue Weltmeisterin und erfolgreiche Deutsche Slalompiloten zu bejubeln. Jeweils zwei Eliminations konnten bei den Herren und Damen vollständig durchgeführt werden, ausreichend, um spannende Wendungen im Kampf um die Weltmeistertitel hervor zu bringen.

Vincent Langer gewinnt seine erste Elimination auf der Worldtour. (Carter/PWA Worldtour)

Vincent Langer gewinnt seine erste Elimination auf der Worldtour. (Carter/PWA Worldtour)

Sebastian Kördel erreicht das Podium! (Carter/PWA Worldtour)

Sebastian Kördel erreicht das Podium! (Carter/PWA Worldtour)

Matteo Iachino mit Rang 1 in Hvide Sande. Carter/PWA Worldtour)

Matteo Iachino mit Rang 1 in Hvide Sande. Carter/PWA Worldtour)

Vincent Langer, Nico Prien und Gunnar Asmussen zeigten sich gleich zu Beginn in hervorragender Form und konnten sich in den ersten Heats durchsetzen. Langer konnte bis zum Halbfinale gar jeden Heat gewinnen und musste anschließend lediglich aufgrund eines Frühstarts in das Loser’s Final. Noch besser lief es für Sebastian Kördel, der in der dritten Runde in das Geschehen eingriff und von dort bis in das Winner’s Final fuhr, wo er sich den dritten Platz sicherte. Lediglich Matteo Iachino und Pierre Mortefon waren im Finale schneller als der Deutsche und zementierten ihren Anspruch auf den diesjährigen Weltmeistertitel. Ganz anders lief die erste Elimination für Antoine Albeau und den bisher starken Ross Williams, welche beide in der dritten Runde ihre ersten Rennen bestritten und gleich die Segel streichen mussten.

Die zweite Elimination sollte für diese beiden dann aber erfolgreicher verlaufen. Beide konnten bis in das Winner’s Final vorstoßen und sicherten sich letztlich Rang 6 (Williams) und Rang 3 (Albeau). Eine Vorentscheidung im Rennen um die Gesamtführung im Slalom gab es im Halbfinale, denn während Iachino sein Halbfinale gewann, landete Mortefon lediglich auf Platz 5 und musste so in das Loser’s Final. Dort traf der Franzose unter anderem auf Sebastian Kördel, der seinen starken Event mit einem Sieg im kleinen Finale krönte und sich so am Ende Gesamtrang 3 sicherte. Für Iachino ging es nun also um eine gute Platzierung in der zweiten Elimination, um die Gesamtführung im Slalom zu übernehmen, doch im großen Finale wartete ein fulminant auffahrender Vincent Langer. Dieser gewann seine bisherigen Rennen im zweiten Durchgang und bestätigte auch im Winner’s Final seine starke Form. So fuhr er auch hier als erster über die Ziellinie, um sich den vierten Platz des Events zu schnappen. Der fünfte Rang von Matteo Iachino war genug für den italienischen Titelaspiranten, um die Führung in der Slalom Jahreswertung punktgleich mit Pierre Mortefon zu übernehmen.

Sarah-Quita Offringa gewinnt Heat für Heat. (Carter/PWA Worldtour)

Sarah-Quita Offringa gewinnt Heat für Heat. (Carter/PWA Worldtour)

Lena Erdil kämpft um den Weltmeistertitel. (Carter/PWA Worldtour)

Lena Erdil kämpft um den Weltmeistertitel. (Carter/PWA Worldtour)

Und was gab es beim zweiten Slalom Event der Damen zu sehen? Selbstverständlich eine neue Weltmeisterin, wobei wir gerne noch mehr Races der Damen gesehen hätten, denn in Sachen Spannung stehen die Rennen der Fahrerinnen denen der Herren in nichts nach. Für Lena Erdil und Sarah-Quita Offringa begann der Event nach Plan und beide konnten nach Siegen in den ersten Runden in das Winner’s Final vorfahren. Für Erdil verlief das Finale jedoch nicht nach Plan und so reichte es nur für Rang 7, während Offringa die Elimination gewann und einen großen Schritt in Richtung Weltmeistertitel tätigte. Auch Delphine Cousin bestätigte beim Event in Hvide Sande ihre starke Form und fuhr im Finale der ersten Elimination auf Rang 3.

Der Druck in der zweiten Elimination lag also auf Lena Erdil, die nach dem gewonnenen Event in Korea um den Weltmeistertitel zittern musste. Die beiden Favoritinnen fuhren auch im zweiten Durchgang souverän in das große Finale vor, wo auch Delphine Cousin und die junge Fulya Unlu warteten. Erdil konnte mit dem Druck augenscheinlich gut umgehen und sicherte sich den Sieg im Finale, doch die Entscheidung um den Weltmeistertitel hatte sie nicht mehr selbst in der Hand. Sarah-Quita Offringa hat mit ihren 25 Jahren bereits ausreichend Erfahrung, um auf den Punkt Leistung abzuliefern und sich Rang 3 im zweiten Winner’s Final und den Sieg in Hvide Sande zu erkämpfen. Und auch Delphine Cousin fuhr ein starkes Rennen und kam als vierte durch das Ziel, um Gesamtrang 2 in Hvide Sande zu bewahren. Damit stand es fest: Sarah-Quita Offringa war und ist PWA Weltmeisterin im Slalom und verweist Lena Erdil nach spannenden Duellen auf Platz 2.

 

Iachino gewinnt vor Mortefon und Kördel. (Carter/PWA Worldtour)

Iachino gewinnt vor Mortefon und Kördel. (Carter/PWA Worldtour)

Top-5 der Männer:

  1. Matteo Iachino
  2. Pierre Mortefon
  3. Sebastian Kördel
  4. Vincent Langer
  5. Julien Quentel

 

 

 

 

Sarah-Quita Offringa auf Platz 1 neben Delphine Cousin (2.Platz) und Lena Erdil (3.Platz). (Carter/PWA Worldtour)

Sarah-Quita Offringa auf Platz 1 neben Delphine Cousin (2.Platz) und Lena Erdil (3.Platz). (Carter/PWA Worldtour)

Top-5 der Frauen:

  1. Sarah-Quita Offringa
  2. Delphine Cousin Questel
  3. Lena Erdil
  4. Maja Dziarnowska
  5. Fujiko Onishi

 

 

 

 

 

Der Event in Hvide Sande stellt eine interessante Ergänzung zum PWA Kalender dar und steigert mit den abweichenden Bedingungen zu anderen Events die Vielfalt auf der PWA Slalom Worldtour. Während die Damen ihre Weltmeisterin hier bereits ausgefahren haben, ist das Rennen der Herren noch vollkommen offen. Mit zwei ausstehenden Events auf Sylt und in La Torche sind alle Augen auf Matteo Iachino und Pierre Mortefon gerichtet, die punktgleich an der Spitze der Rangliste stehen und in diesem Jahr möglicherweise die Dominanz von Antoine Albeau brechen können.

Die neue Weltmeisterin: Sarah-Quita Offringa. (Carter/PWA Worldtour)

Die neue Weltmeisterin: Sarah-Quita Offringa. (Carter/PWA Worldtour)