Archiv der Kategorie 'People'

Fabi Weber

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Fabian Weber, Süddeutsches Freestyle-Ass, hat im Winter ordentlich trainiert, um in der aktuellen Saison wieder ganz weit vorne mitzumischen. Geplant sind sowohl Teilnahmen an DWC Events, als auch an dem einen oder anderen World Cup. Wir wünschen dem sympathischen Weiss-Wurst-Buben auf alle Fälle viel Glück und wünschen dir nun viel Spaß mit seinen Trainingsimpressionen aus Süd Afrika!

Mehr über Fabian erfährst du auf www.fabi-weber.com

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Dan Ellis

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Die alte Race-Rakete ist neu im Maui Sails Team. Der Engländer, der in den vergangenen Jahren immer zu den Top-Fahrern der PWA World Tour zählte, ist in der eventfreien Zeit ohnehin immer auf Maui und wird dort nun das Team beim Entwickeln und Testen neuer Race-Segel unterstützen.

Sein Kommentar zum neuen Sponsor:

„I’m really excited to join the Maui Sails Team. At the end of last season I packed up all my belongings in England and moved to Maui so I could train and be in the best possible environment for success. At today’s PWA events you need the best possible equipment to make it to the top, and Maui Sails provides that. The chance for me to work alongside Barry Spanier and Phil McGain, two of the best race technicians in the sport is what excites me the most. They have been making world beating sails for longer than I’ve windsurfed and I’m looking forward to joining them at the beach, testing and making a contribution to the development.”

Sein erster Event auf den neuen Segeln wird das legendäre DEFI Wind long distance race in Frankreich. Anschließend fliegt er nach Korea zum PWA Racing Event.

Mehr Infos unter www.mauisails.com

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Mauricio und Lorenz

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Beim Carlsberg Cup vergangenes Jahr nutzte unser Kamerakind Andi Jansen die Gelegenheit und machte ein schönes Interview mit den beiden Freestylegranaten Mauricio Alvarez und Lorenz Forstenlechner.

Sie waren extra aus Österreich angereist, um gemeinsam mit den Norddeutschen Fischkörpern richtig Gas auf dem Wasser und am Tresen zu geben. Ihre Eindrücke haben wir für dich eingefangen:

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Patrik Diethelm

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Als Antoine Albeau seinen Weltrekord im Speedwindsurfen Anfang März einfuhr, wurde nur nebenbei erwähnt, dass auch der Production-Board-Speedrekord noch einmal verbessert wurde. Patrick Diethelm, Shaper von F2, konnte seinen eigenen Weltrekord noch einmal auf sensationelle 46,57 Knoten verbessern. ‘Patrik Diethelm’ weiterlesen

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Antoine Albeau

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11 Weltmeistertitel, davon drei in 2007, Weltrekordhalter im Speedsurfen, der Franzose Antoine Albeau ist derzeit der unangefochtene Star des Windsurfens.

 

Wenn ein Sportler bereits 11 Weltmeistertitel gewonnen und seine Konkurrenten über Jahre hinweg dominiert hat, welchen Antrieb mag er dann haben immer noch weiter zu machen? Antoine Albeaus Motivation ist eine beeindruckende Mischung aus Adrenalin und Leidenschaft, die ihn befähigt noch schneller zu surfen, noch stürmischere Winde und noch höhere Wellen zu bändigen.

 

Tatsächlich hat er in 2007 drei Weltmeistertitel in den Disziplinen Speed, Slalom und Formula Windsurfing gewinnen können, aber damit ist er noch nicht zufrieden. Während seine Kontrahenten in den warmen Passatwinden Hawaiis trainierten blieb Albeau im kalten europäischen Winter, um am „Masters of Speed“ Event, einem privaten Geschwindigkeitsrekordversuch teilzunehmen, der auf einem künstlichen Kanal in Saintes Maries de la Mer in Südfrankreich ausgetragen wird.

 Pic by PWA/Carter

Der schnellste Mann auf dem Wasser

Nach zwei Anläufen im November und Januar verbesserte Albeau seine Leistung sukzessive und kam nahe an den seit 2005 bestehenden Geschwindigkeitsrekord des amtierenden Champions Finian Maynard von den British Virgin Islands (48,70 Knoten; 90,19 km/h) heran. Am 05. März 2008 brach Antoine Albeau dann den Rekord. Mit einer Geschwindigkeit von 49,09 Knoten (90,91 km/h) wurde er somit nicht nur zum schnellsten Windsurfer der Welt über die 500 Meter Sprintdistanz, sondern auch zum schnellsten „segelgetriebenen“ Mann auf dem Wasser, weit vor den Multi-Millionen-Dollar Trimaran-Rennyachten, die ebenfalls auf der Jagt nach dem Rekord sind.

 

Dank dieser bei beängstigenden Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h erbrachten Leistung wird sein Name nun in die Analen des Weltsegelverbandes eingehen, dessen „World Sailing Speed Record Council WSSRC“ für die Anerkennung eines solchen Rekords zuständig ist. Dies ist schon allein deswegen eine beachtliche Leistung, da es seit 1972 erst vier Windsurfer in diesen elitären Club geschafft haben (Erik Beale, Pascal Maka, Thierry Bielak und Finian Maynard).

 

11 Weltmeistertitel, einen schicken Geschwindigkeits-Weltrekord, was will man mehr? Wegen dieser Liste an Titeln ist Antoine Albeau mittlerweile zu einer Legende des Windsurfens geworden, wie zuvor Ausnahmetalente wie Robby Naish und Björn Dunkerbeck, die Idole, denen Antoine selbst nacheiferte, als er noch ein Teenager war.

 

Heute steht der Franzose mit diesen Ikonen des Sports, die ebenfalls beeindruckende Sammlungen an Titeln vorweisen können, auf einer Stufe. Während die 1980er Jahre von der Überlegenheit des US-Amerikaners Robby Naish geprägt waren und die 1990er von der überwältigenden Dominanz des Spaniers Björn Dunkerbeck, so ist Antoine Albeau definitiv der Mann des neuen Jahrzehnts.

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Der Schlüssel zum Erfolg

An das erste Mal, als er auf ein Windsurfboard stieg, kann sich der Weltmeister schon gar nicht mehr erinnern. Denkt er zurück, dann kommt es ihm so vor, als sei er schon immer gesurft. Tatsächlich war Windsurfen schon immer ein prägender Aspekt in seiner Familie. Sein Vater, Jean-Marie, war einer der ersten Windsurfer in Frankreich, nahm auch schon mit guten Ergebnissen an verschiedenen Wettkämpfen teil und gründete eine Windsurfingschule auf der île de Ré. Dabei sind die Gemeinsamkeiten zwischen Antoine Albeaus Familie und der von Björn Dunkerbeck beachtlich, hatten dessen Eltern doch auch eine Surfschule auf Gran Canaria.

 

Ist dies das Geheimnis, wie aus einem Jungen ein Champion wird? Vermutlich ja, vorausgesetzt die Leidenschaft wird nicht erdrückt… An der Seite seines Vaters und schon seit seiner Jugend, trat Antoine gegen die besten Windsurfer Frankreichs bei den nationalen Meisterschaften an. Schnell erkannten die „Älteren“ dass dieser robuste, junge Kerl bald einer der besten seinen würde, vor allem bei harten Bedingungen. Im Alter von 20 Jahren machte Antoine seine ersten Erfahrungen im internationalen Weltcup Zirkus, beobachtete seiner Zeit die Stars der Szene und sammelte die Erfahrungen, die er später brauchen würde, um seine Idole zu überholen. Aber „selbst wenn er unter den 20 Besten der Weltrangliste war, kam er zurück nach hause und wurde dort von seinem Vater auf dem Wasser überholt”.

 

Der französische Elefant

Weil ihm die Geschwindigkeit im Blut zu liegen scheint, kam es schließlich dazu, dass Antoine Albeau zum weltweit unangefochtenen Star des Windsurfens wurde. Das könnte auch noch einige Zeit so bleiben, denn neben dem „Speed” hat Antoine auch die Statur seines Vaters geerbt: 1,85m Körpergröße, 100 Kilo Gewicht und eine beeindruckende Portion Kraft. Als professioneller Sportler trainiert er seinen Körper natürlich, betreibt auch in Maßen Bodybuilding und achtet auf sein Gewicht, denn selbst wenn er den besten Topspeed der Profiliga hat, benötigt er dennoch neben der reinen Geschwindigkeit auch ein gehöriges Maß an Agilität, um in seinen Disziplinen um die Slalombojen zu manövrieren.

 

Im Alter von 36 Jahren dominiert Antoine Albeau seinen Sport, und wie es aussieht wird das vorerst auch weiterhin der Fall sein. Er hat das nötige Rüstzeug um zu siegen: eine einwandfreie Physis, ausreichend Selbstvertrauen, eine unerschütterliche, mentale Stärke und die besten Materialsponsoren der Szene. Der Weltmeister arbeitet mit den Top-Herstellern des Windsurfens zusammen. So wird er von den Marktführen für Segel „Neil Pryde”, Boards „Starboard” und Accessoires „Quiksilver” ausgestattet.  

 

Windsurfen ist eine Sache des Gefühls, aber auf diesem Leistungsniveau ist auch die Ausrüstung von großer Bedeutung. Deshalb ist Materialverbesserung und -abstimmung oft ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage. Nicht zuletzt aus diesem Grund verbring Antoine viel Zeit auf dem Wasser damit, neue Designs auszuprobieren und Ausrüstungsteile zu testen, die er später im Wettkampf einsetzten wird, und die es dann alsbald für jedermann in den Shops zu kaufen gibt.

 

Windsurfen ist nicht die Formel1

Eine professionelle Welttournee, umfangreiche technische Ausrüstung, man könnte glatt Parallelen zur Formel 1 ziehen, nur dass die Verträge eines Antoine Albeaus nicht mit denen eines Lewis Hamilton vergleichbar sind. Antoine bringt es auf den Punkt: „Im Windsurfen ist nicht viel Geld zu verdienen, es ist schwer seine Zukunft abzusichern. Man muss eine Menge geben, bekommt dafür aber nur wenig, aber so ist es nun mal. Wenn ich zurück blicke in meine Vergangenheit, dann sehe ich da viele Jahre auf der Pro-Tour und eine Menge positiver Erinnerungen. Das ist es, was letztendlich zählt.”

 

Tatsächlich ist ein Profisurfer alles andere als ein braungebrannter Faulenzer, der sich am Strand herumtreibt. Das wirkliche Leben Antoine Albeaus ist die Aufeinanderfolge von Flugreisen, mit einem Minimum von 500 kg Gepäck beim Check In, um zu den Wettkämpfen auf der ganzen Welt zu gelangen, unterbrochen von Zeiten, die er mit seiner Familie in seinem wunderschönen Haus auf der île de Ré bei La Rochelle verbringen kann. „Viel zu selten” wenn es nach seiner Frau Sarah geht, einer bezaubernden Britin, die er auf der Tour traf, als diese noch für die PWA (Professional Windsurfers Association) arbeitet. „Drei oder vier Monate auf Hawaii zum Trainieren und Material Testen, drei Monate zu hause und den Rest des Jahres unterwegs um die Welt”, das ist der jährliche Kalender des Weltmeisters und seiner Frau, die die meisten Reisen für ihn organisiert.

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Seine Vielseitigkeit macht ihn einzigartig

Die Liste seiner Erfolge ist einer der vollständigsten in der Geschichte des Windsurfens. Mit 11 Weltmeistertiteln und einer ungezählten Sammlung an nationalen Meisterschaften ist Antoine Albeau einer der erfolgreichsten Windsurfer Europas, zusammen mit Björn Dunkerbeck. Aber das Beeindruckendste an Antoine ist nicht die schiere Zahl seiner Erfolge, sondern seine Vielseitigkeit, denn die meisten der aktuellen Top-Surfer haben sich auf eine einzige Disziplin spezialisiert. Nimmt man beispielsweise die amtierenden Weltmeister in den Disziplinen Freestyle oder Wave, so würden diese niemals erwarten bei einem Slalom-Event auch nur durch die Ausscheidungsrunde zu kommen, und deshalb gar nicht erst antreten.

 

Auf der anderen Seite könnte Antoine bei einer Ausscheidung im Wellensurfen durchaus auf der Liste der Letzten 10 stehen, wenn die Bedingungen seiner Körpergröße entsprechen würden. Albeau sammelte seine Titel in der gesamten Bandbreiter der Renndisziplinen (Slalom, Formula Windsurfing, Speed und Supercross), aber er gewann zudem auch einen Weltmeistertitel in der Disziplin Freestyle, bei der die Mehrzahl der Athleten gerade einmal die Hälfte seines Gewichts auf die Wage bringen würde. Und so überrascht es nicht, dass es zu seinen “Hobbys” zählt, sich in den Wellen der Welt auszutoben. Kaum beachtet neben seinem Speed-Weltrekord war es wiederum Antoine, der im Frühjahr dieses Jahres einige der größten Wellen vor Biarritz an der französischen Atlantikküste ritt, um kurz darauf noch für eine Runde „Stand Up Paddling“ aufs Wasser zu gehen.  

 

Süchtig nach Sport

Seine Frau Sarah würde es so beschreiben, „Tonio” ist ein Sportsüchtiger: er kann nicht still sitzen, er braucht immer etwas Adrenalin. Dabei spielt es keine Rolle, was für ein Wetter wir haben, er geht so oder so aufs Wasser. Windsurfen, Wellenreiten, Paddle Surfen, Jetski, Kitesurfing, Wakeboarding, er tut sich in jeder Art von Wassersport hervor. Und sollte einmal kein Wasser in der Nähe sein, schnappt er sich sein Mini-Motorbike oder sein Snowboard, um sich seinen Rausch zu holen.“

 

Mehr als nur ein Windsurf-Champion, Antoine Albeau ist eher wie Larid Hamilton: einer der größten „Watermen“ der Welt. Diesen Winter hat er einen der größten Swells des Nordatlantiks bezwungen, der je gemessen wurde. Aber er hat immer noch ein großes Ziel: Die magische 50 Knotenmarke (92,6 km/h) zu brechen.

 

Resultate

2008: Speedsailing Weltrekordhalter (49,09 Knoten)

2007: PWA Slalom Weltmeister

2007: Speed Weltmeister

2007: Formula Windsurfing Weltmeister

2006: PWA Slalom Weltmeister

2006: PWA Supercross Weltmeister

2005: Formula Windsurfing Weltmeister

2004: Formula Windsurfing Weltmeister

2001: PWA Freestyle Weltmeister

1996: Dreifacher Weltmeister (Slalom, Racing und Gesamtweltcup)

 

Links

Antoine Albeaus Website: http://www.antoinealbeau.com/a207/index.html

World Sailing Speed Record Council WSSRC: http://www.sailspeedrecords.com

Masters of Speed Event: www.mastersofspeed.com

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Björn Dunkerbeck

Björn Dunkerbeck

Im Januar 2005 bot sich für vier europäische Journalisten die einmalige Möglichkeit, den 35fachen Weltmeister Björn Dunkerbeck aus nächster Nähe kennen zu lernen. Gemeinsam verbrachte man eine unvergessliche Woche auf der Itoma, dem legendären Motorkatamaran, der seit mehreren Jahren seine Kreise um die Kapverdischen Inseln zieht, immer auf der Suche nach den besten Wind- und Wellenbedingungen. In einem gemeinsamen, einzigartigen Interview stellten sie dem des Öfteren verdutzten Windsurfprofi Fragen zu seiner Karriere, seiner Familie und zu seinen Ängsten. ‘Björn Dunkerbeck’ weiterlesen

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Bernd Flessner

Flessi

Er ist das Aushängeschild der deutschen Windsurfszene. Wenn irgendein Magazin oder Fernsehsender etwas über unseren Sport hierzulande bringen will, wird er angerufen. Der Ausnahmesportler und elffache Deutsche Meister blickt in dem großen Interview für das Windsurfing Jahrbuch 2007/2008 auf seine lange Karriere zurück und erinnert sich an die „guten alten Zeiten“. In aller Deutlichkeit spricht er über positive und negative Seiten des Regattasports und macht sich über seine Zukunft Gedanken. ‘Bernd Flessner’ weiterlesen

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Tiffany Ward

{GALERIE} girlsgall_3.jpgTiffany Ward wurde am 11. Dezember 1979 in Park City, Utah, geboren und hat das geschafft, wovon viele träumen. Innerhalb von zwei Jahren hat sie sich durch harte Arbeit, intensives körperliches und geistiges Training und natürlich durch Talent in die Liga der Windsurfprofis gearbeitet.

Bereits mit zweieinhalb Jahren hatte Tiffany durch ihre surfenden Eltern Kontakt zum Medium Windsurfen und bereits mit acht Jahren surfte sie ihr kleines Mickey-Mouse-Rigg über den Deer Creek, direkt vor ihrer Haustür. Tiffany bekam von ihren Eltern den Surf-Virus vererbt, die sie immer unterstützten und ihr zum High-School-Abschluss ihre erste Reise nach Maui schenkten. „Als ich am Kahului Airport ankam und kurz drauf meine erste richtige Welle ritt, wurde ich vollständig süchtig nach dem Sport, nach Maui, den Lebensbedingungen dort und den Wellen.“ Doch auch Tiffany weiß die Naturgewalten zu respektieren: „Das zweite Mal, als ich auf Hookipa surfte, riss ich mir mit meiner Finne eine fünf Inch große Verletzung in meinen linken Oberschenkel, die mit 55 Stichen genäht werden musste. Diese Narbe betrachte ich heute als mein persönliches Opfer an die Inselgötter und als ewiges Memento an die Naturgewalten.“

Jeden Tag surfte Tiffany fortan auf Maui und als sie mit der legendären Jennifer Henderson zu trainieren begann, machte sie enorme Fortschritte. Jen wurde gleichzeitig Mentor und Freundin und trainierte Tiffany für ihre erste PWA Worldtour in 2002, bei der sie erfolgreiche Fünfte wurde. „Es ist das A und O in dieser Branche, jemanden zu haben, der einem sagt, wie der Hase läuft.“

Heute lebt die 25-Jährige immer noch, oder besser gesagt, schon wieder auf Maui inmitten der Windsurf-Community. Ihre bodenständige, optimistische und energiegeladene Art hat ihr zu diversen Top-Sponsoren wie Gaastra, Starboard, Dakine, Chinook und Reef verholfen. Tiffany ist eine absolut professionelle Windsurferin, die sowohl in einem der coolsten Windsurf-Mekkas der USA lebt und gleichzeitig als Gourmetkoch ein eigenes Catering-Unternehmen leitet, denn kochen kann Tiffany mindestens so gut wie Windsurfen! „Wenn ich meine Windsurfkarriere der letzten zwei Jahre rückblickend betrachte, muss ich immer staunen, wie viel ich erreicht habe. Mit eiserner Disziplin und harter Arbeit habe ich das geschafft, wovon viele träumen. Und ich habe meinen eigenen Traum verwirklicht. Jeden, der ebenfalls solche Ziele hat, würde ich ermuntern, dasselbe zu tun und vor allem niemals aufzugeben!“

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Nayra Alonso

{GALERIE} girlsgall_7.jpg1999 begann Nayra Alonso mit dem Windsurfen und ist seitdem davon gefesselt – sie kann es einfach nicht mehr lassen. Zu ihren Anfängen sagt Nayra: „Es war und ist wie ein innerer Drang. Shopping oder Partys interessierten mich schon immer wenig und ich merkte schnell, dass mein Platz auf dem Wasser ist.“

Nayra machte extrem schnell Fortschritte auf dem Brett. Das lag zum einen an den super Windbedingungen auf ihrer Heimatinsel Gran Canaria. Zum anderen daran, dass sie 100 Prozent hinter dem stand, was sie tat. Nayra nutzte jede Gelegenheit, um an den Strand zu kommen. Manchmal gab ihr eine Freundin einen Lift, an anderen Tagen fuhr sie mit ihren Cousins. Manchmal musste sie sich sogar das Auto von ihrem Bruder stehlen … (keine Sorge Nayra – er wird das hier jetzt nicht lesen!) Sobald der Wasserstart einigermaßen saß und Nayra zurück zu dem Punkt am Strand kam, an dem sie vorher gestartet war, verlegte Nayra ihren Lieblingsspot nach Vargas, wo es mehr Wellen gibt. Ab diesem Zeitpunkt war es endgültig um sie geschehen. Nayra gefiel allem die Herausforderung, dass man jeden Tag etwas Neues ausprobieren konnte. Mal waren die Wellen hoch, mal ganz klein, mal war der Wind super böig, mal relativ schwach. Nach und nach lernte Nayra immer mehr Leute aus der Szene kennen und sie gingen Tag für Tag zusammen surfen. „Eines Tages realisierte ich, dass für mich das Surfen zum wichtigsten Teil meines Lebens geworden war. Alles andere wurde zweitrangig“, schwärmt Nayra mittlerweile von ihrem Lebensmittelpunkt. „Ich verdanke viel meinen Freunden, die mir so viel beibrachten, den Moreno-Schwestern, die mich inspirierten und natürlich meinen Sponsoren! Und jetzt steh ich hier und habe den coolsten Job der Welt. Dafür bin ich unendlich dankbar.“

Nayras Lebensmotto hat sie aus einem Goya-Video: „Go for your dreams!“ Und frei nach diesem Motto wird sie wohl auch die kommenden Jahre durch die Welt surfen.

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Andy Wolff

{GALERIE} wolf_1.jpgLange Zeit war es sehr ruhig um den deutschen Ausnahmewindsurfer. Seit Ende des letzten Jahres greift er jedoch wieder an und nimmt an diversen Wettkämpfen teil. Seinen ersten nach langer Zeit, den Soulwave im vergangenen Jahr in Dänemark, gewann er gleich (in der Kategorie Windsurfen). Wir sprachen mit ihm über seine Auszeit und seine Pläne für die Zukunft.

Interview Andy Wolff

FM: Ich dachte schon, du hättest keine Lust, mit dem Free-Magazin zusammenzuarbeiten!

AW: Wie kommst du denn darauf? FM: Na, weil du dich nicht gemeldet hast!

AW: Ich hatte einfach viel um die Ohren, weil ich zum Studieren in die USA gehe.

FM: In der letzten Zeit ist es ja ziemlich ruhig um dich geworden. Das letzte Mal habe ich dich beim Soulwave in Klitmöller gesehen.

AW: Nach sechs Jahren Nonstop-Windsurfen auf einsamen Inseln hatte ich das Bedürfnis, mich in die Zivilisation zurückzuziehen.

FM: Das hört man von den Windsurfern und Surfern sonst eher umgekehrt! Denen reichen doch in der Regel Wind und Wellen an einsamen Stränden zum Glücklichsein.

{GALERIE} wolf_2.jpgAW: Mir fehlte das kulturelle Leben. Nur Windsurfen zu gehen, kann dich voll und ganz erfüllen. Aber in meinem Inneren schrie auf einmal jemand nach Stadtleben. Ich wollte Filme sehen, Musik hören, mich in Menschenmassen drängeln. Lärm, Armut, Reichtum, Autos, Stress, Gangster und Zuhälter im Rotlichtviertel, kurdische Flüchtlinge, die auf einer Couch bei uns im Hof in Paris schlafen und brave Studenten, die sich an der Sorbonne rumtreiben und schlaue Dinge erzählen – all das wollte ich intensiv erleben, will es immer noch und kann gar nicht genug davon kriegen.

FM: Heißt das, man verblödet, wenn man zu lange unterwegs ist?

AW: Nein, überhaupt nicht, weil es auch von einem selbst abhängt. Wenn man neugierig ist, verblödet man nicht. Ich hab irgendwann gemerkt, dass meine Neugierde auf Strände und Wellen ein wenig abnahm. Auf Dauer brauche ich die Stadt, um glücklich zu sein, weil ich in ihr aufgewachsen bin. Ich kann mir sehr gut vorstellen, Wochen in einer Wüste zu verbringen und täglich immer wieder neue, unglaubliche Dinge zu sehen. Momentan habe ich allerdings eine Art Wissensdurst, den nur die Stadt stillen kann.

FM: Wie lange warst du auf Tour?

AW: Ich bin mit 17 nach Hawaii gegangen, war dort für vier Monate auf einer Highschool und habe jede freie Minute in Hookipa verbracht. Dann bin ich zurückgekommen, habe mein Abi gemacht und war sechs Jahre nur windsurfen – Worldcups, trainieren, Fotoshoots, Reisegeschichten für die Magazine. Ich war eigentlich nonstop unterwegs. Plötzlich hatte ich genug davon. Seit knapp fünf Jahre interessiere ich mich für den Film und mache ständig Praktika und Assistentenjobs in der Filmbranche. Ich versuche auch vermehrt, eigene kleine Projekte auf die Beine zu stellen. Ich war in Paris auf einer Schauspielschule und habe in München, Leipzig und Berlin als Regieassistent gearbeitet.

{GALERIE} wolf_3.jpgFM: Warst du in dieser Zeit gar nicht surfen? AW: Ich war mehrmals monatelang nicht auf dem Wasser.

FM: Hast du das nicht vermisst?

AW: Doch, aber meine Neugierde auf den Film war ein wenig größer als das Heimweh nach Wind und Wellen.

FM: Seit wann gehst du wieder richtig surfen? Ich war von deinem Können in Dänemark schon ziemlich beeindruckt.

AW: Ich war zwischendurch immer mal wieder auf dem Brett. Diesen Winter war ich einen Monat in Südafrika und im Frühjahr auf Hawaii, anschließend beim Worldcup auf Gran Canaria. Ich habe gemerkt, dass ich relativ schnell immer wieder reingekommen bin und bei den Contests auch ganz gut mithalten konnte. Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg. Vielleicht ist Motivation auch ein schlechtes Wort. Wenn man monatelang nicht auf dem Wasser war, hat man ein großes Verlangen, die neuen Moves zu lernen und das scheint nach einer Pause schneller zu gehen, als wenn man regelmäßig surfen war.

FM: Findest du, die Events haben sich seit deinem Ausscheiden verändert?

AW: Auf jeden Fall hat sich die Tour vom Fahrerischen enorm gesteigert. Das liegt sicherlich auch an der Freestyle-Disziplin. Man merkt einfach, dass viele 15-Jährige auf der Tour sind, dadurch kommen viel mehr Kreativität und Style bei den Moves rein. Das Niveau ist momentan enorm hoch.

FM: Scheiße, bin ich alt … Wenn du jetzt in die Staaten zum Studieren gehst, ist das mit dem Windsurfen erst einmal wieder vorbei, oder?

AW: Nein, nicht unbedingt. Der Sport bleibt Bestandteil meines Lebens. Ich werde schauen, dass ich ab und zu von LA die Küste hoch, Richtung Santa Cruz, fahre. Vielleicht komme ich auch öfter nach Hawaii – der Flug von LA ist vergleichbar mit einem Flug auf die Kanaren von uns aus.

FM: Was hast du mit deinem Studium später vor?

AW: Das wird sich während des Studiums zeigen. Ich habe schon viel ausprobiert und bin vom Schreiben genauso begeistert wie von der Kameraarbeit. Mal schauen, wenn ich genug Talent zeige, wäre Regie schon etwas, was mich am meisten interessierte. Die Arbeit am Drehbuch, das Inszenieren mit den Schauspielern und der Schnitt machen die Arbeit sehr vielseitig.

{GALERIE} wolf_4.jpgFM: Ich befürchte, dass es schwierig werden könnte, in der Film-Maschinerie später Fuß zu fassen. Gibt es nicht tierisch viele Leute, die darauf Bock haben?

AW: Ich habe schon gemerkt, dass viele in der Filmbranche arbeiten wollen. Das hohe Interesse daran ist im Prinzip vergleichbar mit dem Windsurfen. Darauf haben auch viele Bock, aber wenn man beobachtet, wie viele wirklich am Strand von Hookipa auftauchen und über Jahre hinweg jeden Tag draußen sind, stellt man fest, dass die wenigsten hartnäckig bleiben. Ihnen fehlt die Leidenschaft – zunächst im Sport, aber wahrscheinlich auch in vielen anderen Dingen ihres Lebens.

FM: Gibt es etwas, das du im Ausland auf deinen Reisen vermisst? Was ist typisch an Deutschland?

AW: Vielleicht die Zielstrebigkeit und Zuverlässigkeit verbunden mit Menschlichkeit. Martin Walser hat mal in einem Interview beschrieben, wie ihm ein junger Mann in einer deutschen Stadt, in der er zu Besuch war, den Weg beschrieben hat. Mit Präzision wurde ihm das endlose Wirrwarr verständlich gemacht. Die Augen des Mannes leuchteten dabei – er ging geradezu darin auf, dem Fremden mit Genauigkeit zu imponieren. Ehrgeiz und Präzision sind typisch deutsche Eigenarten, die man im Ausland manchmal vermisst. Weiterhin trifft man in Deutschland auf extreme Neugierde gegenüber Fremden – zumindest in Regionen, in denen es den Menschen gut geht. Im Vergleich zu Frankreich könnte man sich manchmal ein wenig mehr Kulturstolz wünschen. Die Angst davor, zu sehr deutsch sein, hat sicherlich mit der Vergangenheit zu tun.

FM: Wie meinst du das?

AW: Die Deutschen haben eine krasse Vergangenheit. Sie haben Scheiße gebaut und dafür ordentlich eins auf den Deckel bekommen. Deswegen sind sie losgelöst von ihrer eigenen Kultur und eher an fremden Kulturen interessiert. In keinem Land gibt es eine so hohe Bereitschaft, Englisch zu sprechen. Weiterhin gehen auch viele Studenten und Schüler im Rahmen ihrer Ausbildung ins Ausland.

FM: Wenn man dich so in Dänemark gesehen hat, könnte man meinen, dass du eher introvertiert bist.

AW (lacht): Keine Ahnung. Das ist eine Frage, die du besser meinen Freunden stellst.

FM: Nee, deine Freunde kennen dich ja und würden dich als nicht introvertiert betiteln. Das ist ja auch nichts Negatives, aber oft empfinden Leute Introvertiertheit als Arroganz. Hast du damit schon mal Probleme gehabt?

AW: Nein, eigentlich nicht. Aber manchmal ist es komisch, plötzlich in so einem Rummel zu sein. Die ganze Zeit lebst du vor dich hin und keiner schert sich um dich. Dann kommt irgendein Event, auf dem sich auf einmal alle um dich scharren und du weißt eigentlich gar nicht, was sie von dir wollen. Das fühlt sich manchmal merkwürdig an. Manche schützen sich in solchen Situationen, indem sie sich im Kreise von Freunden und Bekannten aufhalten, was, wie ich finde, eine normale Reaktion ist.

FM: Okay, manche gehen damit anders um.

AW: Das ist aber keine Reaktion, über die ich groß nachdenke oder die ich kontrollieren könnte. Sie kommt einfach so. Ich habe einfach mehr Lust, mich mit einigen wenigen Menschen wirklich intensiv zu beschäftigen als mit ganz vielen ein bisschen. Ich verbringe gern Zeit mit den Menschen, die mir was bedeuten.

FM: Die Popularität des Windsurfens hat in den letzten Jahren leider etwas gelitten. Was könnte deiner Meinung nach den Trend umkehren?

AW: Ich denke, Windsurfen kann sehr gut mit den Sportarten konkurrieren, die ein jüngeres Publikum ansprechen so wie Skateboarden oder Snowboarden. Vielleicht bringt es etwas, sich an diesen Sportarten zu orientieren. Die jungen Leute sind im Bereich Sport die größten Konsumenten. Man muss die Jüngeren verstehen, gucken, was sie für Helden haben, wie sie diese Helden konsumieren, wie die Geschichten dargestellt werden, die die jungen Leute interessieren und was mit den angesagten Sportarten in Verbindung gebracht wird.

FM: Aber dann ist deiner Meinung nach Freestyle schon der Schritt in die richtige Richtung?

AW: Auf jeden Fall, nur muss das auch transportiert werden. Aus den Magazinen erfahre ich darüber kaum etwas. Was ist Freestyle überhaupt? Wie ist das entstanden und was ist daraus geworden, wie hat es das Waveriding beeinflusst …

FM: Das ist auch schwierig zu verfolgen. Mittlerweile gibt es so viele Moves und Tricks, da verstehe ich auch nur noch Bahnhof.

AW: Das muss man ja nicht verstehen! Man soll sich das angucken und sich freuen. Mir ist das beim Skateboarden doch auch egal, ob das ein 360flip frontside oder backside war – Hauptsache, es sieht geil aus.

FM: In meinen Augen hinken diese ewigen Vergleiche Windsurfen – Skaten – Snowboarden. Nicht nur finanziell besteht zwischen diesen Sportarten ein großer Unterschied, sondern auch von der reinen Möglichkeit her, sie täglich auszuüben.

AW: Das fängt aber schon damit an, wie man ein Image aufbaut. Wenn vor mir ein Windsurf-, ein Snowboard-, und ein Skateboardmagazin liegen würden, würde ich nie auf die Idee kommen, das Windsurfmagazin in die Hand zu nehmen, weil mich das Cover nicht anspricht. Man kann eine gewisse Vermarktung, wie ich sie mir vorstellen würde, nicht ausschließen, wenn man sie nicht wirklich ausprobiert hat. Es wird nichts ausprobiert und das ist das grundsätzliche Problem unseres Sports. Die Industrie ist schlichtweg unkreativ.

FM: Bist du politisch? AW: Ich interessiere mich wenig für kurzlebige Sachen. In der Politik wird wenig darüber nachgedacht, was langfristig etwas bringt. Das kann man den Politikern natürlich nicht vorwerfen – so ist das System gemacht. Die Politiker selbst müssen sich verkaufen und dazu haben sie nicht viel Zeit. FM: Das ist jetzt aber ein deprimierendes Interviewende …

AW: Nee, überhaupt nicht! Ich persönlich interessiere mich halt für andere Dinge. Wenn man sich intensiv mit Politik beschäftigt, ist das sicherlich faszinierend. Aber was ich davon mitbekomme, ist immer nur Gekratze an der Oberfläche. Um was es wirklich geht, verstehen doch die wenigsten. Es wird gern gemeckert an den Marionetten. Aber eins sieht man in der Politik schön: Die Leute, die langfristig etwas verändern, stehen selten im Rampenlicht. Das ist doch ein schöner Schlusssatz.

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